Familienrecht

Familienrecht

Wir beraten und stehen unseren Mandanten u.a. in folgenden Bereichen zur Seite:

  • vor Vollzug der Trennung
  • Sicherung des Lebensunterhalts während der Trennung
  • Regelung des Umgangs zu Kindern und der Wohnverhältnisse
  • Beantragung der Scheidung (Anwaltszwang)
  • Vertretung bei einvernehmlichen sowie streitigen Scheidungen
  • Regelung der elterlichen Sorge, des Umgangs, des Kindes- und Ehegattenunterhalts.
  • Ansprüche aus dem ehelichen Güterrecht
  • Zuweisung von Ehewohnung und ehelichem Hausrat

Aktuelles

Verfahrensrecht

Ziel des Gesetzes ist es, familiäre Auseinandersetzungen vor Gericht so fair und schonend wie möglich auszutragen. Kernpunkte der Reform sind die Förderung einvernehmlicher Lösungen der Eltern im Hinblick auf ihre Kinder und der beschleunigte Abschluss vor allem von Sorge- und Umgangsverfahren. Die Beteiligungs- und Mitwirkungsrechte der betroffenen Kinder wurden verstärkt und in schwierigen Fällen wird dem Kind ein Verfahrensbeistand zur Seite gestellt. Auch soll die Vollstreckung von Sorge- und Umgangsentscheidungen künftig effektiver erfolgen. Bei Umgangskonflikten kann vermehrt ein Umgangspfleger bestellt werden. Mit der Einrichtung des „Großen Familiengerichts“ wird die Zuständigkeit der Familiengerichte deutlich erweitert, so dass sie nunmehr für alle Rechtsstreitigkeiten zuständig sind, die den sozialen Verband von Ehe und Familie betreffen. Neu ist auch, dass es in Ehesachen und Familienstreitsachen kein Urteil mehr geben wird, also kein Scheidungsurteil und kein Unterhaltsurteil. Alle Entscheidungen ergehen durch Beschluss. Dem entsprechend gibt es eine Berufung oder Revision nicht mehr. Rechtsmittel gegen erstinstanzliche Endentscheidungen ist nunmehr die in allen Fällen befristete Beschwerde zum Oberlandesgericht. Weiterhin wird den Beteiligten erstmals die zulassungsabhängige Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof eröffnet. Dies soll dem Einzelnen mehr Rechtssicherheit gewähren.

Neuregelung des Versorgungsausgleichs

Ziel des Versorgungsausgleichs ist, bei der Scheidung alle in der Ehe erworbenen Rentenanrechte hälftig zu teilen. Bisher kam es oft zu ungerechten Teilungsergebnissen, insbesondere zu Lasten der Frauen. Auch konnten betriebliche und private Versorgungen oft nicht zeitnah zur Scheidung aufgeteilt werden. In Zukunft wird jedes in der Ehe aufgebaute Versorgungsanrecht im jeweiligen Versorgungssystem hälftig geteilt. Vorrangig kommt es zur “internen Teilung”, bei der jeder sein eigenes “Rentenkonto” erhält, also einen eigenen Anspruch gegen den jeweiligen Versorgungsträger. Schließlich wurden die Spielräume für Vereinbarungen unter den Ehegatten erweitert, um auch bei der Scheidung eine eigenverantwortliche Vorsorgeplanung zu ermöglichen.
Für mehr Verteilungsgerechtigkeit bei der Scheidung soll auch die Änderung des Zugewinnausgleichsrechts sorgen. Grundgedanke des Zugewinnausgleichs ist es, den während der Ehe erzielten Vermögenszuwachs zu gleichen Teilen auf beide Ehegatten zu verteilen. Um dies noch zuverlässiger zu erreichen, wird dem Beiseiteschaffen von Vermögenswerten nach der Trennung durch verschiedene Maßnahmen ein Riegel vorgeschoben. Außerdem wird künftig umfassend berücksichtigt, ob ein Ehepartner mit Schulden in die Ehe gegangen ist und ob diese Schulden während der Ehezeit beglichen wurden.

Naumer & Naumann | Geiststr. 11 | 37073 Göttingen | 0551 4886128 |
RSS / Atom | HTML 5 | CSS 3.0 | 508 | Konzept und Realisation: goetext.de