Forderungseinzug

Forderungseinzug

Oftmals werden viele Unternehmen mit verschleppten oder sogar ausfallenden Zahlungen der finanzschwachen Kunden konfrontiert, was zu Bedrohung der eigenen Unternehmensexistenz führen kann. Allein im Jahr 2008 waren rd. 29.300 Unternehmensinsolvenzen gemeldet, nach rd. 29.200 in 2007 und 34.100 in 2006. Insolvenzen insgesamt (insbesondere inkl. der Verbraucherinsolvenzen) wurden in 2008 rd. 155.000 gemeldet (Quelle:Statistisches Bundesamt, www.destatis.de). Sollte ein Unternehmen seine Forderungen selbst betreiben, werden die dadurch entstandenen Kosten und Mühen nicht ersetzt. Schon aus diesem Grunde ist Outsourcing angesagt!

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, den Forderungseinzug für Sie zu übernehmen. Dazu gehören folgende Tätigkeiten:

  • gerichtliches Mahnverfahren
  • Zahlungsaufforderung
  • Streitverfahren
  • Zwangsvollstreckung
  • Beitreiben der Forderung

Aus dem Rechtsgrund des Verzuges ist der Schuldner zum Ausgleich Ihrer als auch unserer Kosten verpflichtet. Sie werden über jeden Schritt der Vorgehensweise informiert und bleiben somit zu jeder Zeit der Herr des Verfahrens und entscheiden über die Durchführung weiterer Schritte!

Aktuelles

Verbraucherbelehrung als Voraussetzung für Zahlungsverzug

Die Übersendung einer Rechnung mit der Bestimmung eines Zahlungstermins ist eine einseitige Bestimmung eines Zahlungsziels und begründet keinen Verzug des Rechnungsempfängers (BGH, Urteil vom 25.10.2007, Az. III ZR 91/07). Eine solche Bestimmung muss im zu Grunde liegenden Vertrag, durch Gesetz oder Urteil getroffen worden sein. Eine automatischer Verzug spätestens 30 Tage nach Rechnungserhalt gemäß § 286 Abs. 3 BGB kam im Fall des BGH ebenfalls nicht in Betracht, da die Rechnung keine Verbraucherbelehrung enthielt. Der Kläger blieb daher auf seinen Rechtsverfolgungskosten sitzen.

Diese Folge lässt sich vermeiden, indem Sie nach Ablauf der auf der Rechnung angegebenen Zahlungsfrist mit einem Mahnschreiben ein letztes Zahlungsziel setzen. Sie sollten sinnvollerweise bereits auf der Rechnung gegenüber Verbrauchern darauf hinzuweisen, dass der Verbraucher spätestens dann in Verzug kommt, wenn er nicht innerhalb von 30 Tagen nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung zahlt. Erst dann sollte im Regelfall ein Anwalt beauftragt werden, dessen Kosten als sog. Verzugsschaden dann vom Schuldner zu tragen sind.

Es nützt also nichts, auf der Rechnung einseitig eine Zahlungsfrist festzulegen, um den Kunden in Verzug zu setzen. Dies kann aber von vornherein im Vertrag oder in Allgemeinen Geschäftsbedingungen geregelt werden. Allerdings sollten Sie bei dieser rechtlichen Möglichkeit bedenken, ob es im Hinblick auf Ihre Kundenbeziehungen wirtschaftlich vernünftig und sinnvoll ist, Ihre Kunden sogleich – ohne weitere Erinnerung/Mahnung – mit Verzugskosten zu belasten. Schließlich wollen Sie Ihre Kunden ja nicht gleich zur Konkurrenz treiben.

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