Kapitalanlagerecht

Kapitalanlagerecht

Im Kapitalanlagenbereich werden Verbraucher oft mit undurchsichtigen Angeboten konfrontiert, die nicht selten unseriös oder gar betrügerisch sind.

Es werden Renditen und lukrative Wiederverkaufsmöglichkeiten versprochen, die häufig nicht zutreffen.

Wir haben uns durch jahrelang erfolgreicher Prozesse ein reichhaltiges juristisches Wissen in der Bearbeitung wirtschaftlicher Rechtsfälle erarbeitet und dieses Wissen in einer Vielzahl erfolgreicher Prozesse für unsere Mandanten umgesetzt.

Aktuelles

Opalenburg Opportunity KG: Dubiose Beschlussvorlage

Gesellschafterversammlung bei der Opalenburg Opportunity KG

Am 12.10.2017 soll bei der Opalenburg Vermögensverwaltung GmbH Co. Opportunity KG eine sehr kurzfristig anberaumte Gesellschafterversammlung mit weitreichenden Beschlüssen stattfinden.

Das Konzept

Eigentlich sollten bei der Opportunity KG „durch die gebündelte Kapitalkraft“ der Opalenburg „gemeinsam Märkte erschlossen“ werden, die „bisher üblicherweise Großinvestoren vorbehalten“ waren. Man wollte also durch Bündelung von Kapital bei „den ganz Großen“ mitspielen.

Die Realität

Zum 31.12.2015 weist die Gesellschaft Einlagen von Anlegern von gerade einmal rd. 2,2 Mio. € aus. Das Eigenkapital der Opalenburg Opportunity KG zum 31.12.16 soll noch ganze 1,4 Mio. € betragen, worauf die Einladung zur Gesellschafterversammlung hinweist. Dem Jahresbericht 2015 ist zu entnehmen, dass zum 31.12.2016 alle vorhandenen Wohnungen verkauft waren: Zum 31.12.2015 verfügte „der AIF inklusive seiner Beteiligungsgesellschaft“ über eine Liquidität in Höhe von sage und schreibe 2.500 Euro. Das sind natürlich beste Voraussetzungen, um auf den Märkten mit den „ganz Großen“ (also den den Großinvestoren) um Immobilienschäppchen zu feilschen. Allerdings: Zum 31.12.2016 verfügte der AIF (also die Opalenburg Opportunity KG) über eine Liquidität in Höhe von rd. 0,039 (!) Euro. Da wird es selbst in einem 1-Euro-Laden für die Opalenburg Opportunity schon zu teuer werden.

Leere Gesellschaftshülle

Die erworbenen Immobilen sind alle weg, was bleibt sind Beteiligungen mit einem Buchwert zum 31.12.2015 von 2,36 Mio. € (in 2014 noch 2,46 Mio. €) in Form von stillen Gesellschaften an einer Immobilien-Gesellschaft. Diese stillen Beteiligungen bestehen aber nicht an einer lukrativen unabhängigen Immobilien-Gesellschaft, sondern hierbei handelt es sich ausgerechnet um stille Beteiligungen an der Opalenburg Vermögensverwaltung GmbH & Co. SafeInvest KG! Offenbar brauchte dieser Opalenburg-Vorgängerfonds dringend Geld.

Die Irrealität

Statt nun in dieser Situation die Reißleine zu ziehen und die Gesellschaft aufzulösen, sorgt sich der Vorstand allein darum, das Stigma des „Grauen Kapitalmarktes“ loszuwerden. Die Opalenburg-Fonds sind nach eigener Darstellung auf der Internetpräsenz aber schon jetzt nicht mehr dem „Grauen Kapitalmarkt“ zuzurechnen, weil sie seit der Registrierung der Opalenburg Vermögensverwaltung AG zum regulierten Kapitalmarkt gehörten. Die Opalenburg Vermögensverwaltung AG sei eine AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft, die nach § 44 KAGB durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) registriert wurde und es wurde eine Verwahrstelle, welche nach § 32 KWG eine Erlaubnis der BaFin benötigt, bestellt. Warum jetzt mit 0,039 € Liquidität für diese fast leere Gesellschaftshülle eine weitere geschäftsführende Kommanditistin, eine „aif invest S.a.r.l.“ (Geschäftsführer und Gesellschafter bei dieser luxemburgischen GmbH ist ebenfalls Herr Staratschek, der Vorstand der Opalenburg AG) bestellt werden soll, erschließt sich daher schon rein logisch nicht: Dass die Geschäftsführung der Opportunity KG von der deutschen Aufsichtsbehörde BaFin überwacht wird reicht nicht aus, um dem „Makel“ des „Grauen Kapitalmarktes“ abzustreifen, aber die Aufsicht durch die ferne luxemburgische Finanzaufsicht soll diesen (gar nicht mehr vorhandenen) Makel beseitigen können? Da wird wohl eher umgekehrt ein Schuh draus! Also liegt auch hier – wie bei dem Austausch des Treuhänders – eine vorgeschobene Begründung vor, der tatsächliche Zweck dieser Aktionen bleibt verborgen.

Weiterhin Intransparenz und Verschleierung

Der „Graue Kapitalmarkt“ zeichnet sich auch nicht nur durch eine fehlende Kontrolle, sondern auch durch Intransparenz und irreführende Angaben durch die Fondsgesellschaft aus und diese Merkmale wurden bei den Opalenburg-Fonds gerade nicht abgestellt. Im Jahresbericht 2015 heißt es z.B., die Steigerung der sonstigen Verbindlichkeiten von 597.966,52 Euro auf 823.502,97 Euro „lässt sich auf die im Geschäftsjahr ausgeschiedenen Gesellschafter und die damit einhergehende Auszahlung des Auseinandersetzungsguthaben zurückzuführen.“ Das ist Augenwischerei und eine Umschreibung dafür, dass zum 31.12.2014 gekündigte Einlagen von 823.350 € zum 31.12.2015 immer noch nicht ausgezahlt waren, obwohl nach dem Gesellschaftsvertrag die Auszahlung bis zum 30.06.2015 hätte erfolgen müssen. Die Verbindlichkeit in der Bilanz 2015 ist nicht auf die Auszahlung, sondern gerade auf die Nichtauszahlung der bereits fälligen Auseinandersetzungsguthaben zurückzuführen!

F A Z I T :

Die Anleger sollen in dieser Gesellschafterversammlung offenbar überrumpelt werden, um undurchsichtige Beschlüsse durchsetzen zu können, denen nicht nur der Sinn, sondern auch die Logik in der Begründung fehlt. Damit die Mehrheit nicht gefährdet wird, wurden vorher die Anleger mit fadenscheinigen Argumenten dazu bewogen, sich ausgerechnet von dem bisherigen Vorstand vertreten zu lassen, der für die Misere der Fonds verantwortlich ist. Dazu passt, dass der neue Vorstand zu der wirtschaftlichen Situation des Fonds ausführt: „Die Entwicklung des AIF entsprach den Erwartungen.“ Die Vergütung der Initiatoren entsprach vielleicht den Erwartungen, angesichts der oben geschilderten wirtschaftlichen Situation entspricht die Entwicklung des Fonds aber keineswegs den Erwartungen der geworbenen Kapitalanleger und auch nicht den Erwartungen, die der Prospekt darstellte.

Damit der Vorstand nun schalten und walten kann wurde zuvor der bisherige Treuhänder in einer Nacht- und Nebelaktion durch eine undurchsichtige Bevollmächtigung eines Rechtsanwaltes ausgeschaltet, um im Ergebnis den bisherigen Vorstand Eckerle als Treuhänder einzusetzen, offenbar um die Unregelmäßigkeiten bei den bisherigen Jahresabschlüssen nicht aufdecken zu müssen, die der Vorstand Eckerle zu verantworten hat. Stattdessen wird die Schuld auf den bisherigen Treuhänder und Steuerberater geschoben, um ihn seiner Kontrollfunktion zu berauben.

Anlegern ist daher dringend zu empfehlen, sich möglichst schnell anwaltlichen Rat zu suchen, damit Nachteile vermieden werden können und gegen die Beschlüsse zu stimmen bzw. den Treuhandkommanditisten entsprechend anzuweisen. Zudem empfehlen wir, die dem Rechtsanwalt Asmus erteilte Vollmacht zu widerrufen

Sowohl der neue, wie auch der alte Treuhandkommanditist ist an ihre Weisungen gebunden und sie können gem. § 15 des neuen Treuhandvertrages jederzeit die Rückübertragung der Rechte und Pflichten aus dem alten Treuhandvertrag verlangen.

Es steht zu vermuten, dass auch die übrigen Opalenburg-Fonds

• Opalenburg Vermögensverwaltung GmbH & Co. SafeInvest KG und

• Opalenburg Vermögensverwaltung GmbH & Co. SafeInvest 2 KG

ebenfalls in dieser Weise umstrukturiert werden sollen.

Anleger die bei Erwerb einer Beteiligung an den Fonds der Opalenburg unzureichend bzw. fehlerhaft beraten oder sogar arglistig getäuscht wurden, haben gegenüber den Gründungsgesellschaftern, den Initiatoren und den Anlageberatern einen Schadensersatzanspruch und gegenüber dem Fonds ein außerordentliches Kündigungsrecht. Möglicherweise wurden Sie auch durch „Unregelmäßigkeiten“ bei den Jahresabschlüssen über die Werthaltigkeit ihrer Kapitalanlage getäuscht. Anleger der Opalenburg-Fonds sollten daher jetzt Ihre Ansprüche und Handlungsmöglichkeiten rechtlich prüfen lassen.

Autor: RA Jürgen Naumer

Rechtsanwaltskanzlei Naumer & Naumann

Verwirrspiel bei den Opalenburg Fonds

(Sep. 2017) Die Opalenburg-Fonds

• Opalenburg Vermögensverwaltung GmbH & Co. SafeInvest KG
• Opalenburg Vermögensverwaltung GmbH & Co. SafeInvest 2 KG
• Opalenburg Vermögensverwaltung GmbH & Co. Opportunity KG

schreiben weiterhin rote Zahlen. Während der Jahresabschluss 2015 der SafeInvest KG Erträge aus „Sachwerten“ von rd. 509.000 € aufführt, stehen dem u.a. allein Zinsen aus der Kreditaufnahme von 527.000 €, Bewirtschaftungskosten von 335.000 € oder eine Verwaltungsvergütung von 159.000 € gegenüber. Die Erträge decken nicht einmal die Kreditzinsen. Wie die Gesellschaft dieses strukturelle jährliche Defizit beseitigen will, bleibt völlig unklar. Die Entwicklung „entspreche nicht den Erwartungen“ sagt die Geschäftsführung hierzu im Geschäftsbericht 2015.

Die SafeInvest 2. KG kann es auch nicht besser: Den Erträgen aus Sachwerten von 56.000 € steht ein Aufwand von 66.000 € für Zinsen und Bewirtschaftungskosten gegenüber. Allerdings meint derselbe Geschäftsführer bei diesem Nachfolgefonds, diese Entwicklung „entspreche den Erwartungen“. Offensichtlich kennt der neue Vorstand nicht die Erwartungen der Fondsanleger. Den Anlegern wurde auch dieser Fonds als sichere Geldanlage („SafeInvest“) angeboten und nicht als eine Investition, bei der der Vorstand die jährlichen Verluste durch zu geringe Erträge und zu hohe Kosten für „den Erwartungen entsprechend“ hält. Hätte bei Erwerb des Fonds der Emissionsprospekt darauf hingewiesen, dass die Geschäftsführung die Erzielung von immer weiteren Verlusten als „den Erwartungen entsprechend“ hält oder Verluste statt Gewinne erwartet werden, wäre wohl kaum ein Anleger dem Fonds beigetreten. Auch ist die Gesellschaft sich noch nicht mal sicher, wann sie die Platzierungsphase beendet hat. Einmal endete sie 2010, an anderer Stelle in den Erläuterungen zum Jahresabschluss am 31.12.2012.

Die Opalenburg-Fonds investieren konzeptgemäß in Immobilien/ Immobiliengesellschaften oder betreiben Immobilienhandel. Hierbei soll sich aufgrund der „hohen Immobilienkompetenz“ der Schlüsselpersonen der Anbieterin die Möglichkeit von „Schnäppchen“ ergeben (Prospekt des Opportunity-Fonds). Klingt wie ein Immobilienmärchen und ist auch eines:
Die versammelte Kompetenz der Schlüsselpersonen hat statt „Schnäppchen“ den Anlegern bisher nur massive Verluste beschert. Zudem hat der Vorstand mit beworbener Immobilienkompetenz das sinkende Schiff Ende 2014 verlassen, weil er offensichtlich die staatliche Aufsichtsbehörde (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, BAFin) im Rahmen der Einführung der Überwachung der Opalenburg AG durch das neue KAGB (Kapitalanlagegesetzbuch) nicht von seiner Eignung oder Kompetenz überzeugen konnte.

Bei der SafeInvest KG standen bei „Abgang“ des Vorstandes Eckerle den Einzahlungen der Kommanditisten von 8,66 Mio. € Verluste von 4,17 Mio. € gegenüber, d.h. fast die Hälfte der Anlegergelder waren zum 31.12.2014 durch Verluste vernichtet. Der Jahresabschluss der SafeInvest 2 KG zu 2014 enthält entsprechende Daten nicht, ausweislich des ausführlicheren Jahresabschlusses 2015 stehen hier allerdings zum 31.12.15 Einzahlungen der Kommanditisten von 3,9 Mio. € Verluste von 3 Mio. € gegenüber, so dass hier sogar rd. 77% (also mehr als drei Viertel) der Anlegergelder durch Verluste verloren sind. Warum dieses Ergebnis nach Meinung des Vorstandes “den Erwartungen entsprechen soll”, erschließt sich für uns nicht. Diese Erwartung wurde im Prospekt ganz anders dargestellt.

Dubioser Austausch des Treuhandkommanditisten

Jetzt will ausgerechnet der ehemalige Vorstand Thomas Eckerle durch eine undurchsichtige Unterwanderung der Verträge mit dem bisherigen Treuhandkommanditisten die Rolle des Treuhandkommanditisten übernehmen. Er hat die angeblich fehlerhaften Jahresabschlüsse, die jetzt sämtlichst berichtigt worden sind, selbst als Geschäftsführer erstellt, schuld soll aber der Steuerberater sein, der gleichzeitig Geschäftsführer der bisherigen Treuhandkommanditistin ist. Die bisherige Treuhandkommanditistin soll ausgetauscht werden, weil deren Geschäftsführer angeblich in seiner weiteren Funkion als Steuerberater der Fonds für die „Unregelmäßigen“ bei den Jahresabschlüssen verantwortlich sei. Derjenige, der diese Jahresabschlüsse aber tatsächlich als damaliger Geschäftsführer der Opalenburg-Fonds erstellt und zu verantworten hat und der den Fonds die hohen Verluste beschert hat, soll nun ausgerechnet stattdessen Treuhandkommanditist werden? Unterzeichnet hat diese Jahresabschlüsse mit “Unregelmäßigkeiten” sämtlichst der Alleinvorstand Thomas Eckerle. Diese beabsichtigte Veränderung ist folglich völlig unsinnig und unlogisch, so dass diese Begründung nur vorgeschoben sein kann, denn hier wird der Bock zum Gärtner gemacht.

Risikobeteiligung mit geplanten Anlaufverlusten

Bei den Opalenburg-Fonds handelt es sich um risikoreiche Kommanditbeteiligungen mit hohen Emissionskosten, bei der offenbar die Kosten für Ratenanleger vorgezogen werden, so dass zu Beginn nur wenige Mittel zum Investieren verbleiben. Eine Investition in Immobilien mag risikoärmer sein als eine in Aktien, Finanzinstrumente, Zertifikate etc., da ihr der Sachwert der Immobilien gegenübersteht. Die Immobilien sind jedoch zu einem Großteil auch fremdfinanziert, z.B. lt. Jahresabschluss der SafeInvest KG 2015 bis zu 122,8% (!) des Verkehrswertes, so dass der Sachwert nicht den Anleger, sondern die Bank absichert. Insgesamt soll sich bei der SafeInvest KG eine Fremdkapitalquote von immerhin 67,43 % ergeben. Damit ist die Anlage deutlich risikoreicher als ein auf Eigenkapital vertrauender Fonds, insbesondere wenn die Kreditzinsen nicht aus den Immobilienerträgen aufgebracht werden können.

Beratungsfehler

Der Vermittler/Berater hat Sie als Anleger anleger- und anlagegerecht zu beraten und sie insbesondere auf die Risiken dieser Anlage hinzuweisen. Bei solchen komplizierten KG-Beteiligungen über einen Treuhänder ist eine umfassende Erläuterung der wirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Auswirkungen erforderlich, d.h. die Vermittlung ist sehr beratungsintensiv, weil sie zu den kompliziertesten Anlageformen gehört. Oftmals kann oder will der Vemittler dies nicht leisten, denn wenn die Risiken korrekt dargestellt würden, würde er wohl vielmals keinen Abschluss tätigen. Wie das ZDF-Magazin „Frontal 21“ im April 2017 berichtete, scheint dies bei der Vermittlung der Opalenburg Fonds eine korrekte Beratung oftmals nicht der Fall vorhanden gewesen zu sein. Auch die Süddeutsche Zeitung berichtete im April über dubiose Vertriebsmethoden bei den Opalenburg-Fonds.

Anleger müssen jetzt handeln

Sie als Anleger müssen sich nicht mit diesen Verlusten abfinden, denn ihnen wurde ja eine sicherheits- und renditeorientierte Vermögensanlage versprochen, eine „hochrentable Investitionsmöglichkeit“ mit einer Geschäftsführung, die „jahrzehntelange Erfahrung im Immobilienmarkt“ versprach.

Anleger die bei Erwerb der Beteiligung an den Fonds der Opalenburg unzureichend bzw. fehlerhaft beraten oder sogar arglistig getäuscht wurden, haben gegenüber den Gründungsgesellschaftern, den Initiatoren und den Anlageberatern einen Schadensersatzanspruch und gegenüber dem Fonds ein außerordentliches Kündigungsrecht. Möglicherweise wurden Sie auch durch „Unregelmäßigkeiten“ bei den Jahresabschlüssen über die Werthaltigkeit ihrer Kapitalanlage getäuscht. Anleger der Opalenburg-Fonds sollten daher jetzt Ihre Ansprüche rechtlich prüfen lassen.

Hierbei kann Eile geboten sein, denn bei Anlegern mit Beteiligungsabschlüssen 2007 und 2008 droht mittlerweile auch die absolute 10-jährige Verjährung, die mit Beteiligungsabschluss zu laufen beginnt.

Zögern Sie nicht, uns Ihre Beteiligungsunterlagen per Post oder Mail zukommen zu lassen. Nach kostenloser Sichtung der Unterlagen können wir eine erste Einschätzung geben, auch zu den entstehenden Kosten bei einer Beauftragung und den Risiken der weiteren Vorgehensweise.

Auch wenn Sie von den Opalenburg-Fonds mit einer Klage auf Zahlung rückständiger Monatsraten überzogen werden, sollte Sie zunächst unseren Rat einholen, um nicht weiteres Geld zu verlieren bzw. den Schaden zu begrenzen.



Autor: RA Jürgen Naumer

Rechtsanwaltskanzlei Naumer & Naumann

Vorsicht bei Vertragsverlängerungen bei der DSS Vermögensverwaltung !

(Sep. 2017) Die von der DSS für ihre Fonds

DSS Vermögensverwaltung GmbH & Co. 1. KG,
DSS Vermögensverwaltung GmbH & Co. 2. KG,
DSS Vermögensverwaltung GmbH & Co. Premium KG
und
Premium Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG

nach Kündigung und Übersendung einer vernichtenden “Abrechnung” angebotenen Vertragsverlängerungen, damit Sie als Anleger an einem “ggf. höherem Auseinandersetzungsguthaben teilhaben” können, dient u.E. nur dem Ziel, Sie bis zum Eintritt der Verjährung ihrer Ansprüche hinzuhalten.

Bisher hat sich das Auseinandersetzungsguthaben aus den Fonds der DSS auch jedes Jahr verringert und nicht erhöht. Sie nehmen als Gesellschafter natürlich auch an den weiteren Verlusten teil. So hat ein Anleger, der zu 2011 den Fonds DSS Vermögensdverwaltung und Co. Premium KG gekündigt hat aus z.B. 10.000 EUR Einmaleinlage ein Auseinandersetzungsguthaben von 2.933 € mitgeteilt bekommen. Hat er sich für die Vertragsverlängerung entschieden, so wurde dieser Betrag jährlich immer noch weniger und waren es zum 31.12.2015 noch ganze 1.434 €.

Einmalanleger der Premium Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG erhalten nach 7 Jahren zum 31.12.2015 von 10.000 € sogar nur 833 € zurück. Auf der Internetseite http://www.dssvermoegensverwaltung.net der DSS liest sich dieser Misserfolg unter der Überschrift “Plus bei Immobilieninvestments 2016 – wie DSS Anlegern hilft, den Boom zu nutzen” so:

“Durch die DSS Vermögensverwaltung profitieren Anleger von dem Ansatz, Kapital auf möglichst viele unterschiedliche Assetklassen zu streuen, um Risiken zu minimieren und eine stabile sowie kontinuierliche Rendite zu erreichen.”

Dies können Anleger der DSS Fonds doch nur als Verspottung betrachten. Offenbar ist bei der Geschäftsführung dieser Fonds eine eklatante Wahrnehmungsstörung eingetreten. Dafür spricht auch, dass die Geschäftsführung der DSS Vermögensverwaltung AG nicht bemerkt hat (oder darüber täuscht), dass sie seit zwei Jahren gar keine AG (Aktiengesellschaft) mehr ist, sonden eine GmbH und auch seit zwei Jahren nicht mehr “DSS Vermögensverwaltung”, sondern “IL Management” heißt.

Anleger der DSS-Fonds sollten daher rechtzeitig Ihre Ansprüche rechtlich prüfen lassen. 10 Jahre nach Beteiligungsabschluss verjähren Schadensersatzansprüche.

Dies ist besonders ärgerlich, wenn Sie erst danach merken, dass die sichere Kapitalanlage mit Kapitalgarantie gar nicht sicher ist, hier nur eine Verlustgarantie besteht und die angebliche “stabile kontinuierliche Rendite” oder die “Risikominimireung” nur ein Fantasiegebilde ist.



Autor: RA Jürgen Naumer

Rechtsanwaltskanzlei Naumer & Naumann

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