Kapitalanlagerecht

Kapitalanlagerecht

Im Kapitalanlagenbereich werden Verbraucher oft mit undurchsichtigen Angeboten konfrontiert, die nicht selten unseriös oder gar betrügerisch sind.

Es werden Renditen und lukrative Wiederverkaufsmöglichkeiten versprochen, die häufig nicht zutreffen.

Wir haben uns durch jahrelang erfolgreicher Prozesse ein reichhaltiges juristisches Wissen in der Bearbeitung wirtschaftlicher Rechtsfälle erarbeitet und dieses Wissen in einer Vielzahl erfolgreicher Prozesse für unsere Mandanten umgesetzt.

Aktuelles

Global New Energy Investment AG (Global Union Immobilien Investment AG): Zahlungsaufforderung nach Anfechtung durch Insolvenzverwalter

Der Insolvenzverwalter über das Vermögen der Global New Energy Investment AG (Amtsgericht Frankfurt, Az. 810 IN 477/14 G) macht gegenüber Anlegern Ansprüche auf Rückzahlung von sog. „Scheingewinnen“ aus einem Schneeballsystem geltend. Dieses ist dadurch gekennzeichnet, dass die Einzahlungen neuer Anleger zur Auszahlung von „Gewinnen“ für die Altanleger genommen werden, weil tatsächlich keine Gewinne erzielt wurden. Der Insolvenzverwalter will durch diese Insolvenzanfechtung erfolgte Vermögensabflüsse aus der Zeit vor der Insolvenz rückgängig machen, indem diese Zahlungen wieder zur Masse eingezahlt werden müssen. Bereits geschädigte Anleger werden damit nochmals zur Kasse gebeten.

Der Insolvenzverwalter ist verpflichtet, für eine gleichmäßige Befriedigung aller Gläubiger zu sorgen und damit auch verpflichtet, im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen unberechtigte Vermögensabflüsse anzufechten.

An unsere Mandantin erfolgte Zahlungen hat der Insolvenzverwalter nun gem. § 134 Abs. 1 InsO als sog. „unentgeltliche Leistung“ angefochten. Unentgeltliche Leistungen können bis zu vier Jahre zurück (ab dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens) angefochten werden.

Betroffene Anleger sollten schnellstmöglich anwaltlichen Rat einholen. Der Insolvenzverwalter setzt kurze Fristen und beabsichtigt offenbar auch die gerichtliche Geltendmachung der Forderung. Es muss zunächst im Einzelfall überprüft werden, ob der vom Insolvenzverwalter geltend gemachte Anspruch tatsächlich und in der geltend gemachten Höhe besteht oder ob man sich gegen den Anspruch verteidigt. Bei der Global AG waren verschiedene Beteiligungsarten vorgesehen (z.B. stille Gesellschaften, Aktienbeteiligung oder Darlehnsverträge), die teilweise auch umgewandelt wurden und die unterschiedlich betrachtet werden müssen.



Autor: Jürgen Naumer

Rechtsanwaltskanzlei Naumer & Naumann

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