Kapitalanlagerecht

Kapitalanlagerecht

Im Kapitalanlagenbereich werden Verbraucher oft mit undurchsichtigen Angeboten konfrontiert, die nicht selten unseriös oder gar betrügerisch sind.

Es werden Renditen und lukrative Wiederverkaufsmöglichkeiten versprochen, die häufig nicht zutreffen.

Wir haben uns durch jahrelang erfolgreicher Prozesse ein reichhaltiges juristisches Wissen in der Bearbeitung wirtschaftlicher Rechtsfälle erarbeitet und dieses Wissen in einer Vielzahl erfolgreicher Prozesse für unsere Mandanten umgesetzt.

Aktuelles

VentaPlan KG – Nach Abwicklung (Liquidation) bleiben die Anleger mit Verlusten zurück

(April 2017) Die VentaPlan KG wurde mit großem Verlust und intransparenten Zahlenaufstellungen abgewickelt, weil man die Kontrolle und Überwachung fürchtete, die das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) seit Mitte 2013 mit sich brachte. Offenbar aus gutem Grund: Die Geschäftsführung bzw. Liquidatorin IL Management AG (vormals DSS Vermögensverwaltung AG) verweigert jegliche Einsichtnahme in die Jahresabschlüsse und die Verträge über den Verkauf der Zertifikate mit fadenscheinigen Begründungen wie „Personalmangel“, „hohem Krankenstand“ oder gar mit einem „Jahresendgeschäft“, das so heftig ausfallen muss, dass ein Anleger nicht gleichzeitig die Jahresabschlüsse in den Geschäftsräumen einsehen kann! Und das, obwohl keine Gesellschaft der DSS mehr emittiert.

Die Gesellschaften der DSS verweigern ihren Gesellschaftern schon die Aushändigung eines vollständigen Jahresabschlusses, auf den sie gem. § 166 HGB Anspruch haben, so dass die DSS-Gesellschaften natürlich erst Recht nicht ihre undurchsichtigen Geschäfte überprüfen lassen wollen. Eine unabhängige Prüfung durch Abschlussprüfer findet ebenfalls nicht statt.

Vor dem Hintergrund, dass die DSS-Fonds bisher ihren Anlegern noch nie einen Gewinn zugewiesen haben, sondern nur Verluste, ist die Liquidation der VentaPlan KG noch das kleinere Übel, weil auch das Kapital der anderen Fonds der DSS sich seit über 10 Jahren nur verringert. Statt mit 27% der Einlage, mit null oder sogar einer Zahlungspflicht auszuscheiden, erzielten die Anleger der VentaPlan KG immerhin noch rd. 64% ihrer Einlagen als Liquidationserlös, wenn man der „Berechnung“ des Liquidationsvermögens glauben und dieses überprüfen könnte. Damit sollten Sie sich aber nicht zufrieden geben oder sich endlos vertrösten lassen, sondern gleich ihren Schaden bei den Gründungsgesellschaftern liquidieren, denn auch bei der Vermittlung der Beteiligungen an der VentaPlan wurde von den Vermittlern das Märchen von der Kapitalgarantie für die Einzahlungen des Anlegers erzählt.

Anleger die bei Erwerb der Beteiligung an der VentaPlan KG unzureichend bzw. fehlerhaft beraten oder sogar arglistig getäuscht wurden, haben gegenüber den Gründungsgesellschaftern, den Initiatoren und den Anlageberatern einen Schadensersatzanspruch. Die angebliche Kapitalgarantie wurde bewusst irreführend dargestellt. Die Renditeangaben waren bei der VentaPlan für die kurzen Laufzeiten von vornherein unplausibel, denn sie berücksichtigten nicht, dass bei der möglichen Kündigung noch in oder direkt nach der Platzierungs- und Verlustphase kein Ergebnis in Höhe der Renditeangaben erzielt werden konnte. Für die Prospektfehler des Emissionsprospektes der VentaPlan KG und die unplausiblen Renditeangaben bei kurzen Laufzeiten haften Ihnen auch die Gründungsgesellschafter der VentaPlan KG auf Schadensersatz.

Anleger der VentaPlan KG sollten daher jetzt Ihre Ansprüche rechtlich prüfen lassen.



Autor: RA Jürgen Naumer

Rechtsanwaltskanzlei Naumer & Naumann

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