Kapitalanlagerecht

Kapitalanlagerecht

Im Kapitalanlagenbereich werden Verbraucher oft mit undurchsichtigen Angeboten konfrontiert, die nicht selten unseriös oder gar betrügerisch sind.

Es werden Renditen und lukrative Wiederverkaufsmöglichkeiten versprochen, die häufig nicht zutreffen.

Wir haben uns durch jahrelang erfolgreicher Prozesse ein reichhaltiges juristisches Wissen in der Bearbeitung wirtschaftlicher Rechtsfälle erarbeitet und dieses Wissen in einer Vielzahl erfolgreicher Prozesse für unsere Mandanten umgesetzt.

Aktuelles

Premium Vermögensverwaltung KG mit Verlusten von über 170% !!!

(August 2019) Auch diese Jahr fallen Anleger des DSS-Fonds

Premium Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG

nach Kündigung und Übersendung der “Abrechnung” aus allen Wolken.

Die angeblich auf “Rendite und Sicherheit” ausgerichtete Kapitalanlage mit Investitionen in Zertifikate mit Kapitalgarantie weist nach Kündigung zum 31.12.2018 Einmalanlegern Verluste von über 170% des Guthaben zu. Gewinne und stille Reserven: Fehlanzeige!

Statt einen „sorgenfreien Lebensabend“ in „Wohlstand und Luxus“ oder eine “Sparförderung” mit dem “Fonds der Königsklasse” zu genießen, müssen die Anleger einen drastischen Verlust ihres Vermögens hinnehmen. “Königlich” bezog sich wohl nur die Vertriebsprovisionen und die Vergütung für die Initiatoren.

Der vor einem Jahr auf der Internetseite der Gesellschaft (www.premiumvermoegensverwaltung. de /investitionen.php) behauptete positive Geschäftsverlauf und ein Hinweis auf Gewinne

“Im Jahr 2017 bis Stand 28.3.2018 war der Geschäftsverlauf positiv und wurden Gewinne erwirtschaftet.”

wurde nunmehr immerhin ersatzlos gestrichen.

Gerne prüfen wir auch Ihre Abrechnung und zeigen Ihnen rechtliche Möglichkeiten auf, um den Schaden auszugleichen oder zu begrenzen, denn wer bei Beteiligungsabschluss fehlerhaft beraten, unvollständig aufgeklärt oder getäuscht wurde kann Schadensersatzansprüche geltend machen. Je nach Beitrittszeitpunkt ergeben sie auch Prospektfehler, die Schadensersatzansprüche begründen können.

Selbst die “Abrechnung” genügt nicht den gesetzlichen und vertraglichen Anforderungen, stellt sie doch weder die Verkehrswerte noch die Buchwerte des Anlagevermögens dar, an deren Differenz der Anleger zu beteiligen ist.

Insbesondere auch Anleger mit laufenden Ratenzahlungsverpflichtungen sollten sich über ihre rechtlichen Möglichkeiten informieren.

Fazit: Anleger der DSS-Fonds sollten rechtzeitig Ihre Ansprüche rechtlich prüfen und sich nicht von vernichtenden “Abrechnungen” abschrecken lassen. Vorsicht: 10 Jahre nach Beteiligungsabschluss verjähren Schadensersatzansprüche.


Autor: Rechtsanwalt Jürgen Naumer

(Bildquelle: pexels.com)

DSS-Fonds: Sinnlose Verschwendung von Anlegergeldern

(Juli 2019) In einem Rechtsstreit gegen die DSS 2. KG wurde diese zur Aushändigung von vollständigen Jahresabschlüssen und zur Mitteilung der jährlich zugewiesenen Ergebnisanteile (Gewinn-, bzw. vor allem Verlustanteile) verurteilt. Die DSS 2. KG hat hiergegen Berufung eingelegt, obwohl die Verpflichtung, den Gesellschaftern den Jahresabschluss auszuhändigen sich sowohl aus dem Gesetz (§ 166 Abs. 1 HGB), wie auch aus dem Gesellschaftsvertrag ergibt und auch so im Prospekt dargestellt wird.

Wäre die Einlegung einer aussichtlosen Berufung nicht schon genug Verschwendung von Anlegergeldern, wird nunmehr zur Begründung der erforderlichen Berufungssumme auch noch eine Rechnung vorgelegt, wonach ein Steuerberater beauftragt wurde, zwei Stunden lang „nachträglich“ „ausgewählte Teile der Jahresabschlussberichte zusammenzustellen“. Das Ganze für 300,00 € zzgl. Umsatzsteuer.

Eigentlich liegen gemäß Gesellschaftsvertrag die Jahresabschlüsse in den Geschäftsräumen aus und könnten von einer Hilfskraft kopiert und versendet oder gescannt und per Mail versandt werden. Die DSS 2. KG kommt aber auf die grandiose Idee, von einem Steuerberater für 300,00 € zzgl. Umsatzsteuer erst einmal ausgewählte Teile des Jahresabschlusses „nachträglich zusammenzustellen“. Ist ja nicht ihr Geld! Der Tenor des Urteils der 1. Instanz lautet allerdings ausdrücklich auf abschriftliche Überlassung „vollständiger Jahresabschlüsse“.

Um die Gewinne und Verluste für den Vertrag unseres Mandanten zu ermitteln (die ja bereits ermittelt sind, sonst könnte man kein Kapitalkonto führen), gibt die DSS 2. KG weitere 400,00 € netto für den Steuerberater aus.

Bei diesem Geschäftsgebahren brauchen die Anleger sich nicht zu fragen, warum die DSS 2. KG ihren Anlegern bisher nur Verluste bescherte.

Auch die

- DSS Vermögensverwaltung GmbH & Co. 1. KG,
- DSS Vermögensverwaltung GmbH & Co. Premium KG und die
- Premium Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG

weigern sich hartnäckig, ihre Jahresabschlüsse herauszugeben. Diese werden zwar im elektronischen Handelsregister für jedermann veröffentlicht, aufgrund gesetzlicher Erleichterungen aber nur unvollständig und verkürzt, so dass wesentliche Informationen daraus nicht ersichtlich sind.

Anleger der DSS-Fonds haben jedoch Anspruch auf vollständige Jahresabschlüsse, denn diese sind nicht “jedermann”, sondern Gesellschafter dieser Fonds und diejenigen, die die Verluste zu tragen haben. Deshalb haben Anleger der DSS-Fonds Anspruch auf vollständige Informationen zu der desolaten wirtschaftlichen Lage dieser Fonds.



Die Kanzlei Naumer & Naumann verfügt über langjährige Erfahrungen im Kapitalanlagerecht und ist Ihnen gerne bei der Durchsetzung Ihrer Rechte gegenüber solchen Fonds behilflich.

Autor: Rechtsanwalt Jürgen Naumer

(Bildquelle: pexels.com)

Abstimmung über Verzicht von Ansprüchen bei den Opalenburg-Fonds

(14.06.2019) Anleger der Opalenburg-Fonds erhielten in den letzten Tagen wieder Post von ihrem Fonds und sollen über zwei merkwürdige Beschlusspunkte abstimmen.

Interessant ist vor allem der Punkt „Generalbereinigung wegen etwaiger Ansprüche aufgrund fehlerhafter Ermessensausübung“. Hiermit sollen die Gesellschafter pauschal auf Schadensersatzansprüche gegen die geschäftsführenden Gesellschaften und insbesondere gegen den Geschäftsführer Staratschek verzichten. Der Verzicht soll auch auf Schadensersatzansprüche gegen Gesellschaften erstreckt werden, deren (Mit-)Gesellschafter der Geschäftsführer Staratschek ist oder künftig sein wird, also gegen handelnde Gesellschaften, die der Anleger nicht kennt und noch gar nicht kennen kann.

Wir empfehlen angesichts dieser Geschäftsführungspolitik, die offenbar vor allem die Interessen der Geschäftsführung in Form einer Haftungsbefreiung im Blick hat, von uns prüfen zu lassen, ob nicht bereits Schadensersatzansprüche gegen handelnde Personen und Gesellschaften durch Aufklärungsfehler bei Beitritt zu den Opalenburg-Fonds entstanden sind.

Diese können bei Abschluss der Beteiligung durch mangelnde Aufklärung über Risiken der Beteiligung, eine täuschende Beteiligungswertberechnung oder Falschangaben bzw. fehlende Angaben im Emissionsprospekt entstanden sein. Bei Verjährung dieser Ansprüche ergibt sich zumindest ein außerordentliches Kündigungsrecht.


Die Kanzlei Naumer & Naumann hat bereits zahlreiche erstinstanzliche Urteile erstritten, die für unsere Mandanten das Recht auf außerordentliche Kündigung oder auf Schadensersatzansprüche gegen Gründungsgesellschafter bestätigten. Hiergegen wurde jeweils Berufung von der Gegenseite eingelegt, über die noch in diesem Jahr entschieden werden soll. Die Urteile liegen jedoch auf einer Linie mit der vom OLG München im letzten Jahr in einem Berufungsurteil gegen die Opalenburg erfolgten Rechtsprechung.

Gerne überprüfen wir, ob auch für ihre Beteiligung solche Ansprüche erfolgreich durchgesetzt werden können.

Autor: Rechtsanwalt Jürgen Naumer

(Bildquelle: Pixabay.com)

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