Kapitalanlagerecht

Kapitalanlagerecht

Im Kapitalanlagenbereich werden Verbraucher oft mit undurchsichtigen Angeboten konfrontiert, die nicht selten unseriös oder gar betrügerisch sind.

Es werden Renditen und lukrative Wiederverkaufsmöglichkeiten versprochen, die häufig nicht zutreffen.

Wir haben uns durch jahrelang erfolgreicher Prozesse ein reichhaltiges juristisches Wissen in der Bearbeitung wirtschaftlicher Rechtsfälle erarbeitet und dieses Wissen in einer Vielzahl erfolgreicher Prozesse für unsere Mandanten umgesetzt.

Aktuelles

Alle Jahre wieder … schockierende Abrechnungen der DSS Fonds!


(Bildquelle: pixabay.com)


(August 2018) Alle Jahre wieder fallen Anleger der DSS-Fonds

DSS Vermögensverwaltung GmbH & Co. 1. KG,
DSS Vermögensverwaltung GmbH & Co. 2. KG,
DSS Vermögensverwaltung GmbH & Co. Premium KG
und
Premium Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG

nach Kündigung und Übersendung der “Abrechnung” aus allen Wolken.
Abrechnung 2016
Statt ein hohes Guthaben durch „stabile und kontinuierliche Renditen“ zu erhalten, um einen „sorgenfreien Lebensabend“ oder „Wohlstand“ und Luxus“ zu genießen, müssen sie einen drastischen Kapitalverlust hinnehmen. Es werden Vertragsverlängerungen angeboten, damit der Anleger an einem “ggf. höherem Auseinandersetzungsguthaben teilhaben” kann.

Dies dient u.E. nur dem Ziel, den Anleger bis zum Eintritt der Verjährung seiner Ansprüche hinzuhalten, denn seit Jahren verringern sich die Auseinandersetzungsguthaben stetig. Der Anleger nimmt als Gesellschafter natürlich auch an den weiteren Verlusten teil. Vor den Worten “höheren Auseinandersetzungsguthaben” steht ja mit Absicht die Einschränkung “ggf.”.

So hat ein Anleger, der zu 2011 den Fonds DSS Vermögensverwaltung und Co. Premium KG gekündigt hat aus z.B. 10.000 EUR Einmaleinlage (zzgl. 500,00 € Agio) ein Auseinandersetzungsguthaben von 2.933 € , also einen Verlust von über 70% der Einlage mitgeteilt bekommen. Hat er sich für die Vertragsverlängerung entschieden, so wurde das Auseinandersetzungsguthaben aber jedes Jahr noch weniger. Zum 31.12.2015 waren es dann nur noch 1.434 € und zum 31.12.2017 gerade einmal 954 €, d.h. über 90% der Einlage sind weg!

Einmalanleger der Premium Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG erhalten nach 7 Jahren zum 31.12.2016 von 10.000 € sogar nur 830 € zurück, Ende 2014 waren es noch 6.179 €. Aktuell zum 31.12.2017 sind es nur noch 436 €, wobei die Verluste auch bei der Premium Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG nunmehr die Einlage des Einmalanlegers übersteigen! 2014 waren es “nur” 43% der Einlage. Stille Reserven: Fehlanzeige!

Bei der Premium Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG haben sich im Jahre 2017 die Verluste bei einer Einmaleinlage von 10.000 € von 9.670 € auf 10.064 € erhöht. Auf ihrer Internetpräsenz heißt es hingegen:

“Im Jahr 2017 bis Stand 28.3.2018 war der Geschäftsverlauf positiv und wurden Gewinne erwirtschaftet.”

Gerne prüfen wir die Abrechnung von DSS-Anlegern und zeigen rechtliche Möglichkeiten auf, denn wer bei Beteiligungsabschluss fehlerhaft beraten, unvollständig aufgeklärt oder getäuscht wurde kann Schadensersatzansprüche geltend machen. Je nach Beitrittszeitpunkt ergeben sie auch Prospektfehler, die Schadensersatzansprüche begründen können.

Auch Anleger mit Ratenzahlungsverpflichtungen sollten sich über ihre rechtlichen Möglichkeiten informieren.

Fazit: Anleger der DSS-Fonds sollten rechtzeitig Ihre Ansprüche rechtlich prüfen und sich nicht von vernichtenden “Abrechnungen” abschrecken lassen. 10 Jahre nach Beteiligungsabschluss verjähren Schadensersatzansprüche.


Autor: Rechtsanwalt Jürgen Naumer

Naumer & Naumann | Geiststr. 11 | 37073 Göttingen | 0551 4886128 |
RSS / Atom | HTML 5 | CSS 3.0 | 508 | Konzept und Realisation: goetext.de