Kapitalanlagerecht

Kapitalanlagerecht

Im Kapitalanlagenbereich werden Verbraucher oft mit undurchsichtigen Angeboten konfrontiert, die nicht selten unseriös oder gar betrügerisch sind.

Es werden Renditen und lukrative Wiederverkaufsmöglichkeiten versprochen, die häufig nicht zutreffen.

Wir haben uns durch jahrelang erfolgreicher Prozesse ein reichhaltiges juristisches Wissen in der Bearbeitung wirtschaftlicher Rechtsfälle erarbeitet und dieses Wissen in einer Vielzahl erfolgreicher Prozesse für unsere Mandanten umgesetzt.

Aktuelles

DSS Fonds: Trotz angeblich positiver Entwicklung immer noch Verluste für Anleger !

(April 2018) Die DSS Vermögensverwaltung GmbH & Co. 1. KG sieht durch einen Artikel, der bereits seit vier Jahren auf unserer Homepage zu lesen ist, plötzlich ihr „Unternehmenspersönlichkeitsrecht“ verletzt und wirft uns unwahre kreditgefährdende Tatsachenbehauptungen vor. Es sei nicht hinzunehmen, dass wir im Hinblick auf die Abrechnungen von ausgeschiedenen Gesellschaftern der DSS 1. KG behaupten,

- das „Geld sei weg“,
- die Verluste seien höher als die Einlage,
- das Kapitalkonto sei negativ oder
- das „Auseinandersetzungsguthaben betrage 0,00 €“.

Wir mögen dies unterlassen, fordert eine Kölner Anwaltskanzlei für die DSS 1. KG.

Eine exemplarische „Abrechnung“ der DSS 1. KG zum 31.12.2013 sieht wie folgt aus:

Einlage: 10.000 EUR
Verluste: 13.276,29 EUR
Gewinne: 0,00 EUR
Rücklage/Agio: 500,00 EUR
Kapitalkonto: – 2.776,29
Stille Reserven: 37,28 EUR
Zwischensumme: – 2.739,01
Auseinandersetzungsguthaben: 0,00 EUR.

Wer in der Grundschule im Mathematikunterricht aufgepasst hat erkennt:

1. Die Verluste sind höher als die Einlage
2. Das Kapitalkonto ist negativ (Für D-ie S-achwert S-pezialisten/DSS: Erkennbar an dem Minuszeichen vor der Zahl!)
3. Das Auseinandersetzungsguthaben beträgt exakt 0,00 EUR.
4. 10.000 EUR hingegeben, nichts zurückbekommen: Also ist das investierte Geld des Anlegers weg.

Wir haben den Herrn Kollegen gefragt, wie er denn diesen Vorgang bezeichnen würde, wenn er 10.000 EUR in eine vermeintliche Altersvorsorge investiert und nach 10 Jahren nichts zurückerhält. Wir sind gespannt auf die Antwort.

Vielleicht sollten wir positiver und schönfärberisch schreiben: „Die Einmalanleger der DSS 1. KG erhalten einen Hauch von Nichts zurück“.

Sinnvoller wäre allerdings, wenn die Geschäftsführung der DSS 1. KG einfach mal positive Werte für ihre Anleger erwirtschaftet, anstatt dies nur zu behaupten.

Auf der Internetseite “dssvermoegensverwaltung.com”
heißt es unter der Überschrift:

“Deutsche sparen sich arm – die DSS Vermögensverwaltung zeigt effiziente Anlagestrategien auf“:

„Deshalb bietet die DSS Vermögensverwaltung eine sichere und rentierliche Alternative, um dennoch vom Immobilienboom zu profitieren.“

(kein Witz, das ist die DSS Vermögensverwaltung, die bei der DSS 1. KG aus 10.000 EUR investiertem Anlegergeld zzgl. 500,00 Agio nach 10 Jahren keinen Cent Gewinn erwirtschaftet, sondern dem Anleger 13.276,29 EUR Verluste zuweist!)

Dann doch lieber mit 0,15% Zins p.a. „arm gespart“, als das ganze Geld bei der DSS zu verlieren.

Auf derselben Internetseite geht dann unter der Überschrift „Anhaltender Niedrigzins: Herausforderung für Anleger – DSS Vermögensverwaltung bietet Alternativen“ völlig die Bodenhaftung verloren, wenn es dort heißt:

“Für Kunden der DSS Vermögensverwaltung lassen sich daher eine hohe Anlagesicherheit und eine überdurchschnittliche Rendite ohne Weiteres vereinbaren.“

Welche Sicherheit und welche überdurchschnittliche Rendite ist denn hier für die Kunden der DSS gemeint, wenn diese doch überhaupt keine Rendite erzielen, sondern ihr Geld verlieren??

Im Übrigen verweisen die Gesellschaften der DSS in Gerichtsverfahren immer darauf hin, dass es sich um eine spekulative und nicht um eine sichere Anlageform handele, dies ergebe sich aus dem Prospekt und der Beitrittserklärung. Es fragt sich dann aber, warum auf ihrer Internetpräsenz dann von einer „sicheren“ Alternative zu Festgeld gesprochen wird. Eine spekulative Unternehmensbeteiligung mit Totalverlustrisiko und hohen Anfangsverlusten ist außerdem auch keine Alternative zu einer Festgeldanlage, sondern etwas völlig anderes.

Auch der letzte Fonds der DSS, die Premium Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG steuert mit den Abrechnungen zum 31.12.2016 mit immer weiteren Verlusten auf einen Totalverlust für Einmalanleger hin, die erstmals nach 7 Jahren kündigen können. Zu Ende 2016 betrug das Auseinandersetzungsguthaben der Einmalanleger nur noch rd. 8% (!) ihrer Einlage.

Diese hohen Verluste werden auf der Internetseite der DSS “http://www.dssvermoegensverwaltung.net” (veröffentlicht am 12.12.2016) wie folgt beschrieben:

“Die DSS Vermögensverwaltung handelt somit gleichzeitig erfolgs- und zukunftsorientiert, für die Anleger bedeutet dies auch in turbulenten Zeiten eine zuverlässige Rendite. Dank des breit aufgestellten Portfolios können sie ihr Vermögen sicher aufbauen…”

Anleger der DSS-Fonds sind daher gut beraten, sich rechtzeitig anwaltlichen Rat zu ihren Fonds einzuholen.



Autor: RA Jürgen Naumer


Rechtsanwaltskanzlei Naumer & Naumann

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