Kapitalanlagerecht

Kapitalanlagerecht

Im Kapitalanlagenbereich werden Verbraucher oft mit undurchsichtigen Angeboten konfrontiert, die nicht selten unseriös oder gar betrügerisch sind.

Es werden Renditen und lukrative Wiederverkaufsmöglichkeiten versprochen, die häufig nicht zutreffen.

Wir haben uns durch jahrelang erfolgreicher Prozesse ein reichhaltiges juristisches Wissen in der Bearbeitung wirtschaftlicher Rechtsfälle erarbeitet und dieses Wissen in einer Vielzahl erfolgreicher Prozesse für unsere Mandanten umgesetzt.

Aktuelles

DSS Fonds zur Aushändigung der Jahresabschlüsse verurteilt!

(Januar 2019) Dass ein Gesellschafter Anspruch auf Aushändigung eines vollständigen Jahresabschlusses hat, regelt sowohl das Gesetz (§ 166 HGB), wie auch der Gesellschaftsvertrag des jeweiligen DSS-Fonds. Dies ist ein wesentliches Recht eines jeden Anlegers, schließlich haftet er mit seiner Einlage und ist er es, der insbesondere die Verluste der Fonds-Gesellschaft zu tragen hat.

Davon will die Geschäftsführung der DSS Vermögensverwaltung GmbH & Co. 2. KG (DSS 2. KG, aber auch der anderen Fonds der DSS) jedoch nichts wissen. Anleger sollen nur einzahlen und keine Fragen zur wirtschaftlichen Situation des Fonds stellen.

Obwohl das LG München I dieses Informationsrecht gegenüber der DSS Vermögensverwaltung GmbH & Co. Premium KG schon einmal festgestellt hat, muss auch die DSS 2. KG per Gerichtsentscheid zur Einräumung elementarer Gesellschafterrechte gezwungen werden. Das AG München hat die DSS 2. KG im Dezember 2018 verurteilt, unserem Mandanten die Jahresabschlüsse für die Jahre 2012 bis 2015 auszuhändigen. Unser Mandant hat seinen Vertrag nach einer Abrechnung, die mit einem Totalverlust endete, verlängert, mit der geschürten Hoffnung, dass sich das Auseinandersetzungsguthaben in weiteren sechs Jahren erhöht. Ob dies so ist erfährt man von der Gesellschaft im Laufe der Jahre jedoch nicht, noch nicht einmal, ob im jeweiligen Geschäftsjahr ein Gewinn oder ein Verlust – oder gar in welcher Höhe – entstanden ist.

Interessanterweise behauptete die DSS 2. KG im Prozess, die Vertragsverlängerung sei gar nicht wirksam, obwohl sie solche Vereinbarungen in Massen auch weiterhin anbietet und abschließt. Außerdem meinte sie, außerordentlich kündigen zu können, weil unser Mandant Handelsregisteranmeldungen unterlassen hätte! Solche Verpflichtungen hat ein Gesellschafter der DSS, der sich über eine Treuhandgesellschaft beteiligt aber gar nicht. Außerdem hält das AG München es für rechtsmissbräuchlich, dass die DSS 2. KG nach 13 Jahren – ohne unseren Mandanten hierzuaufzufordern – wegen angeblich versäumter Handelsregisteranmeldung einfach eine Kündigung erklärt. Hier sollte offenbar nur versucht werden, einen Grund zu finden, um die Jahresabschlüsse nicht aushändigen zu müssen.

Wir haben jetzt auch die Abschlüsse 2016 und 2017 angefordert und gehen davon aus, dass die DSS 2. KG sich wieder auf Kosten ihrer Anleger verklagen lässt, obwohl dieser Anspruch unseres Mandanten ganz offensichtlich nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag – und gerichtlich bestätigt – besteht. Es ist auch davon auszugehen, dass die DSS 2. KG gegen dies sorgfältig begründete Urteil Berufung einlegen wird und damit ihre Anleger mit weiteren vermeidbaren Kosten belasten wird, anstatt sich um eine dringend notwendige Sanierung des Unternehmens zu kümmern.

Sofern auch Sie Schwierigkeiten haben, Auskünfte von den Fonds der DSS zu erhalten oder ihnen selbstverständliche Rechts als Kapitalgeber und Gesellschafter verwehrt werden, können Sie sich gerne an uns wenden.

Wir verhelfen Ihnen zu Ihrem Recht, damit Sie wissen, wie es um die wirtschaftliche Lage Ihres Fonds und die wirtschaftliche Kompetenz der Geschäftsführung der DSS-Fonds steht, die zwar auf ihrer Internetseite für 2017 Gewinne behauptet, während hingegen auf den Abrechnungen von Anlegern nur Verluste – sogar über die eingezahlte Einlage hinaus – ausgewiesen werden.

Wenn Sie sich bei Erwerb Ihrer Beteiligung an einem Fonds der DSS der damit verbundenen (Totalverlust-) Risiken nicht bewusst waren und hierüber von ihrem Anlageberater oder Anlagevermittler unvollständig oder fehlerhaft aufgeklärt und beraten oder gar arglistig getäuscht wurden, sollten Sie prüfen lassen, ob die Möglichkeit besteht, ihre Beteiligung vorzeitig aus wichtigem Grund außerordentlich zu kündigen und ggf. Schadensersatz zu fordern. Bei diesen Fonds der DSS bestehen zahlreiche Risiken, über die die wenigsten Vermittler Bescheid wussten, geschweige denn, dass sie ihre Kunden entsprechend richtig und vollständig aufklärten. Zudem enthalten die Prospekte – je nach Beitrittszeitpunkt – verschiedene wesentliche Prospektfehler, die dem Anleger ein Recht zur außerordentlichen Kündigung der Beteiligung geben.

Anleger der DSS-Fonds sollten sich über Ihren Fonds und ihre Handlungsmöglichkeiten informieren, schließlich ist es ihr Geld, mit dem dort bisher erfolglos gewirtschaftet wurde.

Die Kanzlei Naumer & Naumann verfügt über langjährige Erfahrungen im Kapitalanlagerecht und ist Ihnen gerne bei der Durchsetzung Ihrer Rechte gegenüber solchen Fonds behilflich.

Autor: Rechtsanwalt Jürgen Naumer



(Bildquelle: Pixabay.com)

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