Kapitalanlagerecht

Kapitalanlagerecht

Im Kapitalanlagenbereich werden Verbraucher oft mit undurchsichtigen Angeboten konfrontiert, die nicht selten unseriös oder gar betrügerisch sind.

Es werden Renditen und lukrative Wiederverkaufsmöglichkeiten versprochen, die häufig nicht zutreffen.

Wir haben uns durch jahrelang erfolgreicher Prozesse ein reichhaltiges juristisches Wissen in der Bearbeitung wirtschaftlicher Rechtsfälle erarbeitet und dieses Wissen in einer Vielzahl erfolgreicher Prozesse für unsere Mandanten umgesetzt.

Aktuelles

VentaPlan KG – Prozess vor dem Landgericht München I

(Mai 2018) Die VentaPlan KG emittierte von Mitte 2008 bis 2011, verfehlte ihre Planungsziele himsichtlich des einzuwerbenden Kommanditkapitals und der Investitionshöhe drastisch und wurde danach mit großem Verlust und intransparenten Zahlenaufstellungen abgewickelt, weil man die Kontrolle und Überwachung fürchtete, die das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) seit Mitte 2013 mit sich brachte.

Anleger der VentaPlan KG erzielten immerhin noch rd. 64% ihrer Einlagen als Liquidationserlös, wenn man der „Berechnung“ des Liquidationsvermögens glauben kann. Damit steht die VentaPlan im Gegensatz zu den anderen Fonds der DSS-Gruppe noch „gut“ da, bei denen Einmalanleger einen Totalverlust erleiden.

Einige Anleger geben sich damit aber nicht zufrieden und das mit Recht: Auch bei der Vermittlung der Beteiligungen an der VentaPlan wurde von den Vermittlern unseren Mandanten das Märchen von der Kapitalgarantie für ihre Einzahlungen erzählt, Risiken verschwiegen und war der Prospekt bei vielen Anlageentscheidungen völlig veraltet.

Anleger die bei Erwerb der Beteiligung an der VentaPlan KG unzureichend bzw. fehlerhaft beraten oder sogar arglistig getäuscht wurden, haben gegenüber den Gründungsgesellschaftern, den Initiatoren und den Anlageberatern einen Schadensersatzanspruch. Hier sollte aber unbedingt die 10-jährige Verjährungsfrist im Auge behalten werden.

In einem Prozess vor dem Landgericht München I stützen wir die Ansprüche nicht nur auf eine fehlerhafte Darstellung der Kapitalanlage, insbesondere hinsichtlich der zahlreichen Risiken. Unserem Mandanten wurde auch ein völlig veralteter Prospekt bei Unterschriftsleistung übergeben, der wesentliche negative Veränderungen nach Prospektaufstellung verschwieg. Der Prospekt wurde offenbar weder aktualisiert noch wurden Nachträge ausgehändigt, die auf diese negative Entwicklung der Fondsgesellschaft hinwiesen.

Nach unserer Auffassung waren mindestens nach Änderung des Gesellschaftsvertrages im Jahr 2009 die Renditeangaben bei der VentaPlan für die kurzen Laufzeiten von vornherein unplausibel, denn sie berücksichtigten nicht, dass bei der möglichen Kündigung direkt nach der Platzierungs- und Verlustphase kein Ergebnis in Höhe der Renditeangaben erzielt werden konnte, wie eine Analyse der Planungsrechnung unzweideutig ergibt.

Für die Prospektfehler des Emissionsprospektes der VentaPlan KG und die unplausiblen Renditeangaben bei kurzen Laufzeiten haften auch die Gründungsgesellschafter der VentaPlan KG auf Schadensersatz.


Anleger der VentaPlan KG sollten daher Ihre Ansprüche rechtzeitig rechtlich prüfen lassen.



Autor: RA Jürgen Naumer

Rechtsanwaltskanzlei Naumer & Naumann

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